Beratung und Service

Die Gewerbeanmeldung

Selber Chef sein, eigene Ideen verwirklichen und nicht zuletzt gut dabei verdienen: Der Sprung in die Selbständigkeit eröffnet spannende Perspektiven. Eine Unternehmensgründung will aber gut vorbereitet sein - allein eine gute Geschäftsidee reicht dafür nicht aus. Gründer müssen sich viele Fragen stellen, die von der Finanzierung über das Arbeitsrecht bis hin zur Rechtsformwahl reichen. Erst wenn all das geklärt ist, sollte der eigentliche Schritt der Gründung erfolgen: die Gewerbeanmeldung. "Grundsätzlich gilt in Deutschland die Gewerbefreiheit. Jeder darf selbstständig werden und ein Unternehmen gründen. Verpflichtend ist aber eine Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Behörde", erklärt Hans Meyer, bei der IHK Niederbayern verantwortlich für den Bereich Existenzgründung.
Die Gewerbeanmeldung ist also ein wichtiger Schritt bei der Gründung. Zuständig dafür ist die Gemeinde am Standort des Unternehmens. Das gilt genauso für Zweigstellen oder Niederlassungen eines Betriebs, diese müssen gesondert angemeldet werden. Auch wer nur in Nebentätigkeit ein Unternehmen gründet, muss dieses anzeigen. Für die Gewerbeanmeldung gibt es ein Standard-Formular, in dem unter anderem Angaben zu den vertretungsberechtigten Personen des Unternehmens gemacht werden müssen, zur gewählten Rechtsform oder etwa zur Geschäftstätigkeit des Unternehmens. "Man kann das Formular einfach ausfüllen und der Gemeinde zum Beispiel per Fax schicken. Besser ist es allerdings, das persönlich bei der Behörde vor Ort zu erledigen", empfiehlt Meyer. So könne man mögliche Nachfragen direkt beantworten und Unklarheiten aus dem Weg räumen. Wichtig in jedem Fall: Reisepass oder Personalausweis nicht vergessen!
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Ist die Anmeldung erfolgt, erhält der Unternehmer von der Gemeinde den Gewerbeschein, sozusagen den "Ausweis" des Unternehmens. Gleichzeitig leitet die Gemeinde bestimmte Daten über das neue Unternehmen an andere Stellen weiter - wie und was genau, das regelt das Gesetz. So werden beispielsweise das Finanzamt, die Gewerbeaufsicht oder etwa die Industrie- und Handelskammer über die Gewerbeanmeldung informiert.
Letztlich ist die Gewerbeanmeldung aber nur der letzte, formale Schritt bei der Unternehmensgründung. "Wer sich selbständig machen will, sollte daher in jedem Fall frühzeitig auf die IHK zukommen und unser Serviceangebot zur Existenzgründung nutzen", meint Meyer. Zum Leistungsangebot der IHK gehören unter anderem regelmäßige Existenzgründersprechtage in der Region (zum Beispiel in Landshut), Infopakete für Existenzgründer, Hilfestellung zu den unterschiedlichen Förderprogrammen sowie eine individuelle und persönliche Beratung zu allen Fragen der Gründung und der Gewerbeanmeldung. All diese Leistungen der IHK sind für Gründer kostenlos. 
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