Bildung und Qualifikation

450 neue Fachkräfte für Niederbayern

Sie haben eine Weiterbildung zum Industriemeister, Bilanzbuchhalter oder Fremdsprachenkorrespondent abgeschlossen: Rund 450 junge Fachkräfte haben bei Veranstaltungen in Dingolfing und Osterhofen ihre Zeugnisse und Meisterbriefe erhalten.
In Osterhofen überreichten IHK-Vizepräsident Toni Fink und Bildungsstaatssekretär Bernd Sibler die Zeugnisse an Weiterbildungsabsolventen aus dem kaufmännischen Bereich, in Dingolfing standen bei einer Veranstaltung mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des IHK-Gremiums Dingolfing-Landau Michael Grabmeier und dem Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses Erwin Huber die technischen Lehrgänge im Mittelpunkt. Einhelliges Fazit beider Zeugnisüberreichungen: Niederbayern darf stolz sein auf die Leistungen der jungen Fachkräfte, und diese Anerkennung für die berufliche Bildung müsse noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. "Mit Ihrem Leistungswillen, Ihrem Einsatz und Ihrem Erfolg sind Sie ein Vorbild für uns alle", sagte Fink in den Absolventen. Gleichzeitig wandte er sich an die Unternehmen: "Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, sich im Betrieb zu beweisen und ihr neu erworbenes Wissen einzubringen. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen durch eine starke Bindung an das Unternehmen zurückzahlen", meinte der IHK-Vizepräsident.
"Meister wissen etwas und leisten etwas!"
Grabmeier ermunterte die Weiterbildungsabsolventen, die neuen Kenntnisse und Fertigkeiten jetzt auch anzuwenden, in einer Führungsposition im Betrieb oder etwa bei der Gründung eines eigenen Unternehmens. "Sie haben nicht für die Prüfung gelernt, sondern sich eine Qualifikation für das Leben erworben", sagte er. Mit Blick auf die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zitierte er eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, wonach beruflich Qualifizierte im Berufsleben bei Personalverantwortung, Entwicklungschancen oder Bezahlung auf Augenhöhe mit den Kollegen rangieren, die den Weg über die Hochschule gegangen sind. Sein Fazit lautete daher: "Meister wissen etwas und leisten etwas!"