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IHK-Gremium Regen: Mehr Einsatz für die Region

Ein Plädoyer, die eigene Region wieder mehr wertzuschätzen, sich für sie einzusetzen und sie zu fördern erging aus der Sitzung am vergangenen Dienstag des IHK-Gremiums Regen in Viechtach. Unter Leitung des Gremiumsvorsitzenden, IHK-Vizepräsident Franz-Xaver Birnbeck, kamen die Unternehmensvertreter dabei mit Roland Spiller zusammen, dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern.
Spiller berichtete über die Arbeit des Amts, das sich nicht nur um Dorferneuerung und interkommunale Zusammenarbeit kümmert. Im Landkreis Regen seien im laufenden Jahr Maßnahmen und Projekte mit einem Fördermittelbedarf von rund 1,2 Millionen Euro geplant, berichtete Spiller. Er betonte, dass eine solche Förderung nicht nur Gemeinden oder etwa Vereinen zugutekommen könne, sondern gerade auch kleinen und mittleren Unternehmen – beginnend bei einer Investitionssumme von 10.000 Euro. Um sich in der Vielfalt der Förderprogramme zurechtzufinden, hat das Amt für Ländliche Entwicklung speziell für die Region Bayerischer Wald zwei Fördermittelberater eingestellt. Einer von ihnen, Martin Kenneder, stellte sich in der Sitzung vor. Er warb bei den Unternehmern dafür, dieses Beratungsangebot zu nutzen.

Umsetzung von Förderprojekten erfordert Zusammenarbeit

Wenn es an die konkrete Umsetzung von Förderprojekten geht, sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort unabdingbar. Dazu zählten natürlich auch die Unternehmer: "Wir brauchen dieses Know-how", sagte Spiller. "Nur die enge Zusammenarbeit wird in unserer Grenzregion die Lebensverhältnisse verbessern", bestätigte Birnbeck. Als wesentliche Grundlage dafür bezeichnete er die Infrastruktur. In der Diskussion im Gremium identifizierten die Unternehmen dabei neben den Straßenverbindungen speziell den Ausbau der Datennetze, auch über den Mobilfunk, als einen der drängendsten Punkte. Nicht nur der Vorsitzende Birnbeck betonte: Eine leistungsfähige Breitbandversorgung, die mit den stetig steigenden Anforderungen Schritt hält, ist für die Betriebe heute so wichtig wie die Versorgung mit Wasser oder Strom. "Es ist für den ländlichen Raum zwingend erforderlich, dass es hier Verbesserungen gibt", räumte Spiller ein.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung des Gremiums waren unter anderem das Förderprogramm "unternehmensWert:Mensch", das Unternehmen dabei unterstützt, mit gezielter Personalplanung und Personalstrategie dem drohenden Fachkräfteengpass zu begegnen, sowie die steigenden Kosten für die Energieversorgung. Die Unternehmer forderten hier eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die bayerischen IHKs hatten sich dazu in einem gemeinsamen Forderungspapier positioniert und für eine Strompreisbremse ausgesprochen.