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Weichenstellung in unruhigen Zeiten

Grundlegende Weichenstellungen in Feldern wie Steuern, Energie, Fachkräftesicherung oder Infrastruktur hat die Vollversammlung der IHK Niederbayern bei ihrer Frühjahrssitzung in Passau vorgenommen. Die im "Parlament der Wirtschaft" versammelten Unternehmer haben einstimmig die "Wirtschaftspolitischen Positionen" der IHK-Organisation für das Jahr 2017 verabschiedet.
In dem von der Vollversammlung beschlossenen Grundlagenpapier ist unter anderem der Einsatz der IHK für offenen Märkte und freie Handelsbeziehungen festgelegt. Das betrifft besonders die international ausgerichtete Wirtschaft in Niederbayern. Deren Unternehmer treibt derzeit die Sorge um, dass mit Strafzöllen oder Sondersteuern der USA gegen die EU, gegen bestimmte Länder oder bestimmte Branchen eine Protektionismus-Spirale in Gang gesetzt wird. Daneben beschäftigt der Brexit die Betriebe, schließlich ist Großbritannien für Bayern der drittwichtigste Exportmarkt – zumindest bislang. Für die Wirtschaft ist daher wichtig, dass möglichst schnell nach dem vollzogenen EU-Austritt der Briten ein gemeinsames Handelsabkommen die Beziehungen der Wirtschaftsräume Großbritannien und EU auf eine solide Basis stellt. Insgesamt werde es für die Betriebe nicht einfacher, betonte IHK-Präsident Leebmann: "Die Exportwirtschaft wird sich auf neue Herausforderungen einstellen müssen."
Die "Wirtschaftspolitischen Positionen" finden Sie im Internetauftritt des DIHK als PDF zum Download: